
Konferenzen räumen allen Beteiligten Mitspracherecht ein. Durch Partizipation (Einbeziehung) entstehen Regeln und Maßnahmen, die für alle nachvollziehbar angenommen werden. Darüber hinaus bilden sich durch solche Gesprächsrunden Empathie und Verständnis.
Für Einrichtungen empfiehlt sich, regelmäßige Konferenzen an festgelegten Tagen, Zeiten und Orten einzuplanen. Sollen Kinderkonferenzen einen rituellen Charakter erhalten, konzentrieren sich die Kinder nicht mehr auf die „Sondersituation“, sondern auf die inhaltliche Arbeit. Das schließt natürlich bei unerwarteten aktuellen Themen die Möglichkeit von „Sonderkonferenzen“ nicht aus.
In den zeitlichen Abläufen von Einrichtungen sollten Kinderkonferenzen, die Planungs- und Gesprächsrunden ermöglichen, einen festen Platz und Rahmen finden.
Eine Kinderkonferenz kann auch stattfinden, wenn nicht alle Kinder anwesend sind. Ein Kind, dem die Möglichkeiten nicht gegeben ist, sich an der Kinderkonferenz zu beteiligen, wird Wege suchen, sich über das Geschehen in seiner Abwesenheit zu informieren.
Eine Kinderkonferenz kann in keinen konkreten festen Zeitrahmen gepresst werden. Jeder Konferenzverlauf ist abhängig von:
· dem jeweiligen Thema (viele und große Themen oder Brainstorming-Runden brauchen viel Zeit)
· dem Planungsstand (Planungsbeginn, Arbeitsphase, Dokumentationsphase, Planungsende, Wechsel)
· der Art des Themas (Projekte, Organisationsthemen, Forschungsthemen)
· der Anzahl der Kinder und ihrem Mitteilungsbedürfnis
· dem Geschehen im gesellschaftlichen Umfeld (Einfluss der Medien, etc.)
· der Befindlichkeit der pädagogischen Fachkraft (Gesundheit, Wohlbefinden)
Gruppengröße
Zielgruppen
Vorhaben
Orte
Dauer
abhängig vom Termin und Vorhaben (Stifte, Papier, Kleber, Klebepunkte, o.ä.)
Konferenzen sind natürlich auch für andere Altersgruppen in der Einrichtung geeignet (Teens, Jugendliche, junge Erwachsene)
Bild
CDC (https://images.unsplash.com/photo-1588075592446-265fd1e6e76f?ixid=MnwxMjA3fDB8MHxwaG90by1wYWdlfHx8fGVufDB8fHx8&ixlib=rb-1.2.1&auto=format&fit=crop&w=1172&q=80)
Text
Ulrike Leubner