
Die Beteiligung von Kindern an Planungs- und Dokumentationsprozessen regt Erwachsene zur Selbstreflexion an. Mögliche Fragen hierzu:
· Wie fühle ich mich, wenn ich ungefragt den Plan meines Partners oder eines Vorgesetzten umsetzen muss?
· Wie fühle ich mich, wenn ich selbst meine Aufgaben und Ziele planen darf?
· Wie fühle ich mich, wenn wir gemeinsam in der Familie oder Gruppe planen?
Geht es den Kindern anders als den Erwachsenen? Sicher nicht!
Über diese Erkenntnis hinaus verbleiben gegebenenfalls Ängste und Vorurteile Erwachsener:
· „…woher sollen Kinder wissen, was sie brauchen…“
· „…am Ende will jeder etwas anderes planen…“
· „…manche Ideen sind nicht umsetzbar – materielle Ressourcen, Gefahren, Entfernung…“
· „…da wird keiner was sagen…“
· „… wie soll ich sie dann schulreif bekommen, wenn jeder macht, was er will…“
Wer selbstreflexiv solche Ängste betrachtet, wird feststellen, dass sie lediglich als Flucht in alte Muster dienen. Sicherlich spielt hier unterbewusst der Gedanke an die Macht eine Rolle. Wer Kinder die Beteiligung an Planungsprozessen nicht ermöglicht, besitzt die Macht, alleine darüber zu entscheiden, was geschehen wird. Der Prozess der Beteiligung von Kindern setzt die Bereitschaft der Erwachsenen dazu voraus.
Gruppengröße
Zielgruppen
Vorhaben
Orte
Dauer
Auch als Teamaufgabe möglich. Jede Fachkraft beantwortet die Fragen zuerst für sich, danach wird sich im Team ausgetauscht.
Bild
Ann H (https://www.pexels.com/de-de/foto/sneakers-pov-fussbekleidung-fragezeichen-2646533)
Text
Ulrike Leubner