Sprechende Bilder

Sprechende Bilder

Vorhaben
Interessen nach außen tragen und vertreten Stärken und Interessen wahrnehmen
Zielgruppe
Teens: 12-14 JahreKinder: 6-12 Jahre
Dauer
60-180 Min.

Beschreibung

Die Sprechenden Bilder bauen auf einer gestuften Auseinandersetzung mit

dem Raum auf. Über eine Vorauswahl wird vorab ein passender Ort identi-

fiziert. Eine eigenständige Erkundung des Ortes durch einzelne Teilnehmende

wird in einer gemeinsamen Begehung in der Gruppe reflektiert. Zweiergrup-

pen halten daraufhin passende Motive mit Erläuterungen auf Sprechblasen

fotografisch fest. Diese Abfolge fördert eine Auseinandersetzung mit dem Ort

und seinen einzelnen Raumelementen.

Phase 1: Einsteigen

  • In der Gesamtgruppe wird die Aufgabe erläutert, und es werden vorab ausgewählte Orte vorgestellt, die genauer untersucht werden.
  • Kleingruppen werden gebildet, die jeweils einen dieser Orte aufsuchen.

Phase 2: Den Ort erkunden

  • Vor Ort werden alle Gruppenmitglieder aufgefordert, sich den Ort zunächst individuell genauer anzuschauen und ihn zu bewerten. Gezielt achten sie dabei auf Dinge und mögliche Motive, die dazu beitragen, dass der Ort seine positive oder negative Wirkung entfaltet.
  • Die identifizierten Stellen und Motive werden anschließend in der Kleingruppe gemeinsam besprochen und durch individuelle Sichtweisen ergänzt.

Phase 3: Bilder sprechen lassen

  • Nachdem in der Gruppe alle Orte und Motive vorgestellt wurden, bilden die Teilnehmenden Zweierteams.
  • In diesen Tandems bereiten sie Sprechblasen (Vorlage) vor, auf denen in wenigen Worten das Motiv beschrieben bzw. eingeordnet wird.
  • Die Zweierteams positionieren die Sprechblasen an den entsprechenden Stellen am Ort, setzen sie in Szene und fotografieren sie zusammen mit dem Ort.

Phase 4: Zusammenfassen und abschließen

  • Nach Rückkehr zum Ausgangsort werden die Fotos ausgedruckt und pro Gruppe auf eine Gebietskarte geklebt, und es werden Plakate erstellt. Die Plakate können durch zusätzliche Notizen ergänzt werden.
  • Abschließend stellen sich die Gruppen ihre Plakate gegenseitig vor. Die Teilnehmenden aus den jeweils anderen Gruppen haben die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen und eigene Ortseindrücke zu ergänzen.

Auswertung

Die Aussagen aus allen Runden sind bereits ortsspezifisch aufbereitet und

werden mit den Notizen der Moderation ergänzt. Alle Aussagen können dann

miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die Merkmale der Gruppe (Alter,

Geschlecht, Lebensumfeld), welche die jeweilige Aussage getroffen hat, sind

dabei einzubeziehen.

Besonders interessant ist es, wenn unterschiedliche (Foto-)Aussagen zu

demselben Ort entstanden sind. Orte sind in der Regel nicht einseitig positiv

oder negativ, sondern können auch gegensätzliche oder abweichend bewer-

tete Bestandteile aufweisen.

Schwerpunkt der Moderation

Die Moderation ist vornehmlich begleitend und unterstützend, um den

Teilnehmenden den Einstieg in die Motivsuche zu erleichtern. Durch die

Suche nach Motiven sollen die Teilnehmenden den Blick auf die Details des

Ortes richten: Was genau macht diesen Ort so, wie er wirkt? Durch Nach-

fragen sollte in der Gruppe ein gemeinsames Gespräch hierüber angestoßen

werden.

Weitere Infos zur Methode gibt es hier: https://www.spielleitplanung-berlin.de/inersiki/wp-content/uploads/2021/08/Sprechende-Bilder.pdf

Zielgruppen

Teens: 12-14 JahreKinder: 6-12 Jahre

Vorhaben

Interessen nach außen tragen und vertreten Stärken und Interessen wahrnehmen

Orte

Im Stadtteil

Dauer

60-180 Min.

Methodentyp

VisualisierungGestalterische MethodeStreifzug/Forscheraktion

Materialien

  • Fotokameras oder -handys
  • Druckmöglichkeit für Fotos oder Beamer
  • Sprechblasen (Vorlage)
  • Fotoerlaubnis (Vorlage)
  • Dicke Filzstifte
  • eine Gebietskarte pro Gruppe (DIN A2)
  • Material für die Gestaltung von Wandplakaten

Hinweise

Die Methode erfordert es, dass in einem vorherigen Schritt bereits ein Ort

identifiziert wurde, der nun genauer untersucht werden soll. Hierzu bieten sich beispielsweise die Methoden Kunstblick, Schriftliche Befragung, Punktmethode oder Fotostreifzug an.

Die Beschriftung der Sprechblasen muss groß und deutlich erfolgen, damit sie auch auf dem Foto gut lesbar bleibt. Dies bedeutet, sich auf einen kurzen Satz oder einen #Hashtag zu beschränken.Gezielt können nicht nur Einzelbilder, sondern auch Foto-Reihen entstehen. So kann etwa eine Wegstrecke illustriert werden, die in Sprechblasen die Empfindungen der Kinder zum Ausdruck bringt. Mit Jugendlichen kann die Methode auch als Instagram-Story oder als Kurzfilmprojekt gestaltet werden.

Denkt an die Fotoerlaubnis von Erziehungsberechtigten.

Lizenz & Urheberrecht

Bild

INERSIKI (https://www.spielleitplanung-berlin.de/inersiki/wp-content/uploads/2021/08/Sprechende-Bilder.pdf)

Text

INERSIKI

Veröffentlicht am 22. November 2021