
Die Sprechenden Bilder bauen auf einer gestuften Auseinandersetzung mit
dem Raum auf. Über eine Vorauswahl wird vorab ein passender Ort identi-
fiziert. Eine eigenständige Erkundung des Ortes durch einzelne Teilnehmende
wird in einer gemeinsamen Begehung in der Gruppe reflektiert. Zweiergrup-
pen halten daraufhin passende Motive mit Erläuterungen auf Sprechblasen
fotografisch fest. Diese Abfolge fördert eine Auseinandersetzung mit dem Ort
und seinen einzelnen Raumelementen.
Phase 1: Einsteigen
Phase 2: Den Ort erkunden
Phase 3: Bilder sprechen lassen
Phase 4: Zusammenfassen und abschließen
Auswertung
Die Aussagen aus allen Runden sind bereits ortsspezifisch aufbereitet und
werden mit den Notizen der Moderation ergänzt. Alle Aussagen können dann
miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die Merkmale der Gruppe (Alter,
Geschlecht, Lebensumfeld), welche die jeweilige Aussage getroffen hat, sind
dabei einzubeziehen.
Besonders interessant ist es, wenn unterschiedliche (Foto-)Aussagen zu
demselben Ort entstanden sind. Orte sind in der Regel nicht einseitig positiv
oder negativ, sondern können auch gegensätzliche oder abweichend bewer-
tete Bestandteile aufweisen.
Schwerpunkt der Moderation
Die Moderation ist vornehmlich begleitend und unterstützend, um den
Teilnehmenden den Einstieg in die Motivsuche zu erleichtern. Durch die
Suche nach Motiven sollen die Teilnehmenden den Blick auf die Details des
Ortes richten: Was genau macht diesen Ort so, wie er wirkt? Durch Nach-
fragen sollte in der Gruppe ein gemeinsames Gespräch hierüber angestoßen
werden.
Weitere Infos zur Methode gibt es hier: https://www.spielleitplanung-berlin.de/inersiki/wp-content/uploads/2021/08/Sprechende-Bilder.pdf
Zielgruppen
Vorhaben
Orte
Dauer
Methodentyp
Die Methode erfordert es, dass in einem vorherigen Schritt bereits ein Ort
identifiziert wurde, der nun genauer untersucht werden soll. Hierzu bieten sich beispielsweise die Methoden Kunstblick, Schriftliche Befragung, Punktmethode oder Fotostreifzug an.
Die Beschriftung der Sprechblasen muss groß und deutlich erfolgen, damit sie auch auf dem Foto gut lesbar bleibt. Dies bedeutet, sich auf einen kurzen Satz oder einen #Hashtag zu beschränken.Gezielt können nicht nur Einzelbilder, sondern auch Foto-Reihen entstehen. So kann etwa eine Wegstrecke illustriert werden, die in Sprechblasen die Empfindungen der Kinder zum Ausdruck bringt. Mit Jugendlichen kann die Methode auch als Instagram-Story oder als Kurzfilmprojekt gestaltet werden.
Denkt an die Fotoerlaubnis von Erziehungsberechtigten.
Bild
INERSIKI (https://www.spielleitplanung-berlin.de/inersiki/wp-content/uploads/2021/08/Sprechende-Bilder.pdf)
Text
INERSIKI