
Wir haben in unserer Einrichtung eine Wunschbox für unsere Besucher*innen aufgestellt. Dort können sie kleine Zettel mit ihren Wünschen (Veränderungen in der Einrichtung, Veränderungen im Quartier, usw.) aufschreiben.
Wir reden immer wieder mit den Jugendlichen über ihre Partizipationsmöglichkeiten durch die Wunschbox und motivieren sie, Wünsche in die Box zu werfen oder uns direkt anzusprechen.
In regelmäßigen Abständen leeren wir gemeinsam als Team die Box und werten die Wünsche aus. Manche Wünsche können wir direkt umsetzen, für andere müssen Sachen organisiert werden und wieder andere Wünsche können wir manchmal leider auch nicht umsetzen.
Mit den jeweiligen Jugendlichen sprechen wir anschließend über ihre Wünsche, insbesondere wenn die Wünsche nur schwer zu erfüllen sind, und warum diese z.B. nicht sofort oder gar nicht umgesetzt werden können. Transparenz und offene Kommunikation spielen hierbei eine zentrale Rolle!
Die Vorbereitung der Wunschbox nimmt am meisten Zeit in Anspruch. Für die Herstellung der Box und der Plakate haben wir insgesamt ca. 5 Stunden gebraucht. Die Box ist jederzeit für alle Jugendlichen zugänglich und kann während der gesamten Öffnungszeit benutzt werden.
Für die Auswertung nehmen wir uns ca. 1 x im Monat im gesamten Team ungefähr ein bis zwei Stunden Zeit, um intensiv über die Wünsche und deren mögliche Umsetzung und Realisierbarkeit zu reden.
Gruppengröße
Zielgruppen
Vorhaben
Orte
Dauer
Methodentyp
· Eine Box, die als Wunschbox fungiert.
· Dazu passend ein Plakat, auf dem der Sinn der Wunschbox erklärt ist.
· Zusätzlich haben wir noch Aufklärungsplakate erstellt, die über das Partizipationsprojekt informieren und genau erklären, wie man sich durch die Wunschbox partizipativ an Veränderungen beteiligen kann (am besten in verschiedenen, in der jeweiligen Einrichtung gängigen Sprachen).
·Vor der Box auf dem Tisch haben wir bunte Notizzettel und einen Stift bereitgestellt.
Die Methode ist für alle Jugendlichen und Kinder geeignet, die selbstständig schreiben können. Mit entsprechenden Anpassungen könnte eine solche Wunschbox aber auch gut im Bereich kleinere Kinder funktionieren (mehr mit Bilder arbeiten, verständliche Sprache verwenden)
Bild
Jess Bailey (https://images.unsplash.com/photo-1513201099705-a9746e1e201f?ixid=MnwxMjA3fDB8MHxwaG90by1wYWdlfHx8fGVufDB8fHx8&ixlib=rb-1.2.1&auto=format&fit=crop&w=1074&q=80)
Text
Nathalie Roß und Taner Mehmedali (Treffpunkt Stollenpark, Dortmund)